Berlin, 31. August 2026 – Mehr Umsatz, aber weniger Ertrag: Der Handel blickt vorsichtig nach vorn, steht wirtschaftlich jedoch weiter unter Druck. 55 Prozent der von Unzer befragten Händler erwarten in den kommenden zwölf Monaten steigende Umsätze. Gleichzeitig rechnen 62 Prozent mit sinkenden Handelsspannen.
Steigende Preise, zurückhaltende Kunden und eine hohe Preissensibilität prägen damit den Geschäftsalltag vieler Händler. 91 Prozent geben an, dass steigende Preise ihr Geschäft belasten. 84 Prozent sehen die allgemeine Kaufzurückhaltung als große oder eher große Herausforderung, 83 Prozent nennen die hohe Preissensibilität ihrer Kunden.
Statt sich zurückzuziehen, investieren viele Unternehmen dennoch in neue Wege zum Kunden. 81 Prozent der Befragten haben die Verknüpfung ihrer Verkaufs- und Kommunikationskanäle bereits umgesetzt, befinden sich in der Umsetzung oder planen sie. Für Kunden wird das im Alltag sichtbar: Sie können sich online informieren, Produkte reservieren, im Geschäft abholen, eine Lieferung wählen oder Waren einfacher zurückgeben.
„Kundinnen und Kunden unterscheiden nicht zwischen Online-Shop, Ladengeschäft und Bezahlvorgang. Sie erwarten, dass ihr Einkauf ohne Umwege funktioniert“, sagt Pascal Beij, Vertriebsleiter von Unzer. „Gerade kleinere und mittelständische Händler brauchen deshalb Lösungen, die ihre Kanäle und Prozesse sinnvoll verbinden, statt neue Komplexität zu schaffen.“
Noch ist dieser Anspruch nicht überall Realität: 29 Prozent der Befragten bespielen ihre Vertriebskanäle weiterhin getrennt voneinander. Als Hürden nennen Händler vor allem fehlende Fachkräfte, den Aufbau neuer Kanäle und die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern. Gleichzeitig sehen 89 Prozent in einer zentral unterstützten, kanalübergreifenden Customer Journey eine höhere Kundenzufriedenheit.
Auch an der Kasse verändert sich das Einkaufserlebnis. 53 Prozent der Befragten bieten ihren Kunden bereits Buy Now, Pay Later an, also beispielsweise Kauf auf Rechnung oder Ratenkauf. Weitere 15 Prozent planen die Einführung bis Ende 2026. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht darin eine Möglichkeit, die Ausgabebereitschaft der Kunden zu erhöhen.
Wero gewinnt im Handel ebenfalls an Sichtbarkeit; das Bild ist jedoch noch uneinheitlich: 25 Prozent der befragten Händler bieten die europäische Bezahlmethode bereits an, weitere 24 Prozent planen ihre Einführung bis Ende 2026. Gleichzeitig hat knapp ein Drittel derzeit keine Einführung geplant; knapp jeder Fünfte kennt Wero noch nicht. Das neue Wallet ist damit zwar im Handel angekommen, aber noch keine Selbstverständlichkeit im Checkout.
Noch weiter reicht der Blick beim Thema Agentic Commerce. Dabei übernehmen KI-Assistenten im Auftrag von Kunden Teile des Einkaufs wie etwa Produktsuche, Preisvergleich oder künftig auch den Bezahlvorgang. 54 Prozent der Befragten halten das Thema in den kommenden ein bis drei Jahren für sehr oder eher relevant. Offen bleiben aus Sicht vieler Händler jedoch Fragen der Haftung, der technischen Integration und der sicheren Zahlungsfreigabe.
„Neue Technologien werden sich nur dann durchsetzen, wenn sie Vertrauen schaffen“, so Pascal Beij. „Das gilt für neue Zahlungsarten genauso wie für KI-gestützte Einkaufserlebnisse. Kundinnen und Kunden müssen die Kontrolle behalten, und Händler müssen nachvollziehen können, was im Hintergrund passiert.“
Unzer hilft Unternehmen dabei, Zahlungen einfach und sicher abzuwickeln und ihr Geschäft leichter zu organisieren. Ob im Laden, im Onlineshop oder unterwegs: Unzer bietet Zahlungsterminals, Online-Zahlungen, eigene Zahlungsarten wie Rechnungskauf und Ratenzahlung sowie Software für Kasse und tägliche Abläufe. So müssen Händler nicht für jede Aufgabe verschiedene Anbieter und Systeme nutzen, sondern können Zahlungen, Verkäufe und wichtige Geschäftsdaten an einem Ort zusammenführen.
Über die Befragung
Für den Unzer-Handelsreport 2026 befragte das IFH Köln im Juli 2026 insgesamt 109 Händler in Deutschland zu ihrer wirtschaftlichen Lage, Zahlungsarten und dem Thema Buy Now, Pay Later. Die Befragung bietet Einblicke in die Einschätzungen und aktuellen Herausforderungen von Handelsunternehmen unterschiedlicher Größe. Rund die Hälfte der Teilnehmenden gehört zu Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ für den gesamten deutschen Handel.
Über Unzer
Unzer unterstützt Händler dabei, ihr Geschäft mit einfachen und integrierten Zahlungs- und Softwarelösungen zu digitalisieren. Unsere Plattform vereint Zahlungsabwicklung, Software und Finanzdienstleistungen in einem Ökosystem – und ermöglicht es Händlern, online wie stationär zu verkaufen. Entwickelt für kleine und mittelständische Unternehmen, macht Unzer den Handel einfacher und effizienter. Mehr als 90.000 Händler in ganz Europa nutzen bereits das Unzer-Ökosystem. Das Unternehmen beschäftigt rund 750 Mitarbeitende an acht Standorten in Deutschland, Österreich, Dänemark und Luxemburg.
Pressekontakt
Dr. Lydia Prexl
Director of Communications
Telefon: +49 172 5638402
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